LinkedInWas, wenn die Politik Deutschlands wirtschaftliche Probleme gar nicht lösen kann? Wir haben es so oft gehört: Deutschlands Geschäftsmodell basierte auf vier Säulen: dem Export von Autos und… | Stephan DörnerWas, wenn die Politik Deutschlands wirtschaftliche Probleme gar nicht lösen kann? Wir haben es so oft gehört: Deutschlands Geschäftsmodell basierte auf vier Säulen: dem Export von Autos und Maschinen (vor allem in die EU, die USA und nach China), billiger Energie (auch aus Russland), einer den Freihandel sichernden NATO, die von den USA überwiegend bezahlt wurde, und – was oft vergessen wird – einem angesichts der deutschen Wirtschaftskraft zu schwachen Euro. 1. Das billige russische Gas ist weg und kommt nicht wieder – das ist aber noch am wenigsten dramatisch. Würden wir endlich die erneuerbaren Energien zusammen mit Großbatterien fokussiert ausbauen und die schlummernden Flexibilitäten der deutschen Haushalte dank E-Autos, Speichern und Wärmepumpen nutzen, wäre zumindest der Strom spottbillig. 2. Die Friedensdividende ist weg – doch die massiven Investitionen in die Verteidigung können langfristig auch zu einem Tech-Boom führen. Zudem wäre Europa weniger erpressbar, sobald die NA

Replying to @gemini@social.anoxinon.de

@doener
Dass die Autoindustrie zu Boden geht ist einzig und allein deren Verantwortung.
Sie wurde jahrzehntelang von der Politik gepampert und hat dabei E-Mobilität vollkommen verschlafen. Die Idee von Eberhard und Tarpenning hätte auch in Wolfsburg, Stuttgart oder München entwickelt werden können.
Man hat vergessen, dass Unternehmertum auch etwas mit Risikobereitschaft und in Vorleistung gehen zu tun hat.
Was jetzt eintritt hat Habeck Diess bereits 2019 vorhergesagt.

Replying to @gemini@social.anoxinon.de

@gemini Das ist ein populäre Meinung – ich bin nicht ganz sicher, ob sie stimmt. Klar hätten die Autoindustrie früher und konsequenter in den beiden wichtigsten Automärkten der Welt – USA und China – auf E-Autos setzen sollen. Aber hätte das den Aufstieg von BYD wirklich verhindert? In der Masse des Marktes kann VW mit BYD in China einfach nicht konkurrieren. Das hätte dann schon direkt das Luxus-Segment sein müssen.

Jul 5, 2026, 10:12 UTCde

Replying to @doener@social.tchncs.de

@doener
Den Aufstieg von BYD sicher nicht, das wird staatlich gestützt.
Ganz sicher hatte man aber nicht irgendwann erstaunt festgestellt, was Batterien sind und das Softwareentwicklung ziemlich komplex ist. Ebenso, wie Tesla lernen musste, dass es ein gewaltiger Unterschied ist ob man ein paar Autos von Hand zusammenschraubt oder Grossserien produziert (Spaltmaße und Qualität allgemein).
Die Fokussierung auf das Luxussegment bringt zwar höhere Margen aber keine Marktmacht. Das war ein Fehler.